Sharing Seeds - Unsere Fertilitätsgeschichte - SellmerDiers
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SellmerDiers

Hallo! Mein Name ist JR Silver und ich bin der britische Schriftsteller hinter dem illustrierten Kinderbuch „Sharing Seeds“, das eine Spendergeschichte für Mütter, Väter und Kinder ist. Weitere Bücher sind auf dem Weg. SellmerDiers hat mich darum gebeten, ein wenig über die Fertilitätsgeschichte von meiner Frau und mir zu schreiben, die in der Geburt unsere beiden Kinder resultierte, die mithilfe von Spendersamen gezeugt wurden.

Meine Frau und ich haben im Oktober 2012 geheiratet. Unsere Fertilitätsreise fing im Jahre 2013 an. Dies geschah kurz nachdem meine große Schwester und ich positiv auf das Krebsgen BRCA1 getestet worden waren und meine Frau und ich ein paar Monate später herausfanden, dass ich ein schweres zugrunde liegendes Fruchtbarkeitsproblem hatte. Wie hoch waren hierfür die Chancen?! Wir besuchten als potentielle PID-Patienten (Präimplantationsdiagnostik) Ende 2013 eine IVF-Klinik (mitten in London) und untersuchten die Möglichkeiten zur Herstellung von BRCA1-freien Embryos.

Wir haben uns dazu entschieden, nichts Weiteres zu unternehmen und haben es (hauptsächlich) genossen, auf natürliche Weise schwanger zu werden. Nach acht Monaten, zu Ostern im Jahr 2014, waren wir immer noch nicht schwanger. Meine Frau und ich haben jeweils einen Fertilitätstest gemacht und nach ein paar Wochen bekamen wir die traurige Nachricht über meine beeinträchtigte Fruchtbarkeitsdiagnose. 

Die nächsten 12 Monate setzte ich meinem Magen zweimal täglich Testosteron-Injektionen und gesundem Essen aus (eine schwere Diät mit vielen Walnüssen!). In einem verzweifelten Versuch, gesundes Sperma wiederzugewinnen, wurde ich auch an meinen Hoden operiert. Die Operation missglückte, aber eine zweite Operation wurde im Juni 2015 geplant und in der gleichen Zeit wurde die ersten Eizellen meiner Frau entnommen – mehr in der Hoffnung als in der Erwartung, dass ein Teil meines Spermas herausgenommen und zur Befruchtung der Eier meiner Frau verwendet werden könnte.

Neun meiner heroischsten Spermien wurden entnommen und diese kämpften mit neun Eiern von meiner Frau weiter. Sechs wurden befruchtet und es bildeten sich kleine Embryos. Es hatte den Anschein, dass die Eier meiner Frau und meine Spermien miteinander kompatibel waren. Zwei dieser Embryos kämpften, um das Blastocysten-Stadium zu erreichen (d.h., dass diese für eine Implantation in der Gebärmutter meiner Frau geeignet sind).

Als wir einige Wochen später den ersten von vielen Schwangerschaftstests machten, mussten wir die drei Minuten Wartezeit ertragen, die so viele Paare ertragen müssen. Leider war nach 180 Sekunden kein zweiter schwarzer Strich auf dem Schwangerschaftstest zu finden – und genauso wenig fröhliche Gesichter. Und obwohl dieser letzte Rückschlag schwer zu akzeptieren war, war es etwas, das ich immer im Hinterkopf befürchtet hatte. Ich war nie das Alpha-Tier in der Herde, besonders nachdem meine Frau und ich angefangen hatten, auf natürliche Weise, um eine Schwangerschaft zu kämpfen.

Vielleicht hatte dieses Gefühl der Vorahnung schon damit begonnen, mich auf dieses Ergebnis vorzubereiten, aber ich hatte auch das unglaubliche Glück, von einer zugewandten Familie, Freunden und Beratern umgeben zu sein. Und ich denke, das Wichtigste war, dass ich durch den Verlust meiner geliebten Schwester eine Perspektive bekam und ich war sehr dankbar, dass ich jeden Tag aufwachte. Und natürlich gab es auch den großen Vorteil, dass ich mein eigenes Sperma nicht verwenden musste und wir damit das gefürchtete BRCA 1-Gen eliminierten.

Beschleunigt durch diese positiven Gedanken betraten wir die aufregende Welt der Spendersamen. Es war nicht das erste Mal, dass wir darüber nachdachten, aber erst als wir wussten, dass meine Situation unabänderlich war, waren wir bereit, sie zu akzeptieren und anzunehmen. Und was für eine wundervolle Gelegenheit, es stellte sich heraus, dass der Weg ziemlich lustig war. Wir haben uns (auf meinen Wunsch hin!) entschlossen, Kinderfotos von potenziellen Spendern anzuschauen, bevor wir unsere Wahl trafen.

Das zweite wichtige Frage war, ob wir uns für einen anonymen oder einen offenen Spender entscheiden sollten. Es war uns wichtig, transparent und ehrlich mit den Kindern umzugehen. Wir haben das Glück, in einer Zeit zu leben, in der die Unterschiede aller Menschen akzeptiert werden. In unserem Fall mussten wir Spendersamen verwenden und wollten in keiner Weise Stigmatisierung oder Scham ausgesetzt werden.

Wir haben uns daher für das moderne Ethos entschieden, nämlich dass Eltern ihren Kindern schon von klein auf von ihrer ganz besonderen Herkunft erzählen – anstatt es als dunkles Geheimnis zu verbergen. Daher haben wir die nicht geschlossene Gelegenheit gerne angenommen, obwohl ich es auch akzeptiere, dass andere potenzielle Eltern möglicherweise nicht dieselbe Entscheidung treffen.

Heute, fünf Jahre später, sehen wir ein wirklich gesegnetes Bild. Aber vorher zeigt das Bild viele Runden der Fruchtbarkeitsbehandlung, in denen meine heldenhafte Frau wiederholt ihren Körper aufs Äußerste einsetzte, einsame Zugreisen ertrug, lange Wartezeiten in Wartezimmern, jede Menge Injektionen, die sie sich tapfer selbst verabreichte, eine Abtreibung, eine gefährliche Eileiterschwangerschaft und eine unschöne Reaktion auf IVF-Medikamente.

Nun haben wir zwei Kinder, einen Jungen und ein Mädchen, die mit Hilfe des gleichen Samenspenders gezeugt wurden und beide von Mutter und Vater gleichermaßen geliebt werden und die uns jeden Tag so viel Freude bereiten. Also ja, wir mussten beide einige Opfer bringen, um an dieses Ziel zu kommen, Zeit und Geld, Körper und Seele, aber es hat sich so sehr gelohnt. Mir ist auch bewusst, dass nicht alle Geschichten ein gutes Ende haben. Unter anderem, weil meine persönlichen Fruchtbarkeitsprobleme nicht behoben werden konnten und ich auch meine ältere Schwester verlor.

Und schließlich der goldene Moment vom COVID-19 Lockdown letzten Sommer: Als ich auf der Suche nach Lesestoff für unser ältestes Kind war beschloss ich, selbst etwas zu schreiben und fand einen Illustrator, um das Buch zu verwirklichen. Nun habe ich das Buch „Sharing Seeds“ veröffentlicht und es besteht aus ca. 500 Wörtern und 21 Illustrationen. Ich finde wirklich, dass die Geschichte sowohl Spaß macht als auch informativ für Eltern ist. Das Buch kann mit, aber auch ohne Kinder gelesen werden, unabhängig davon, ob sie durch Fruchtbarkeitsbehandlung gezeugt worden sind oder nicht. Ich plane eine Reihe von Kinderbüchern unter dem Namen „Sharing Seeds“ zu produzieren, da es viele verschiedene Fruchtbarkeitsgeschichten gibt, die darauf warten erzählt zu werden, und hoffentlich anderen helfen.

Vielen Dank an JR Silver für das Teilen seiner etwas längeren Reise, Kinder mit seiner Frau zu bekommen. Sie können seine Arbeit auf seiner Website sehen, ihm auf Instagram und Twitter folgen oder unten einen Kommentar mit Ihren Gedanken und/oder Ihrem Feedback zu seiner Geschichte hinterlassen.

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